Gedanken von Friedhelm
Aufgewachsen bin ich im Nachbarort Harperscheid auf einem Bauernhof, der damals noch Viehhaltung wie Kühe, Schweine, Hühner sowie Getreideanbau umfasste. Auch mein Großvater in Schöneseiffen 56 („Antons Hus“) hatte als Waldarbeiter einen kleinen Bauernhof, auf dem die Feldarbeit noch mit zwei Pferden verrichtet wurde.
Bis zu Beginn meiner Lehrzeit Anfang der 70er Jahre war ich auf dem Hof (jetzt das Zentrum Astarte) meiner Großeltern wie zu Hause. Nicht nur auf mich übte die Atmosphäre dieses Hauses eine besondere Anziehung aus. Leider brach der Kontakt dorthin durch Verkauf des Hofes nach und nach ganz ab. Und ich bewirtschaftete inzwischen mit meiner Familie einen eigenen kleinen Garten, wir hatten Pferde. Neben meiner beruflichen Arbeit als Kfz-Mechaniker war ich immer eng mit der Natur verbunden. Kutschfahrten mit den Kindern erweckten auch in ihnen von Klein auf die Liebe zur Natur. Selbstverständlich half ich zusätzlich noch über lange Jahre in Stoßzeiten auf dem elterlichen Hof in Harperscheid mit.
Im Jahr 2005 öffneten sich die Tore von Schöneseiffen 56 für viele Bewohner von Schöneseiffen und Harperscheid wieder, als Ilse Rebel das Anwesen erwarb, um hier ein Zentrum zu gründen. Auch ich fuhr manches Mal auf unseren Kutschfahrten die Straße dort entlang, um vielleicht wieder einen Blick in den großväterlichen Hof werfen zu können.
Im Herbst 2006 schließlich trank ich dort das erste Mal einen Kaffee. Im Frühjahr 2010 kamen erste Ausritte mit Is’ta und Kleinem Onkel. Bald folgten kleine Gefälligkeiten im Zentrum – Arbeit war ja genug da. Aus diesen Gefälligkeiten wurden schöne gemeinsame Arbeitsstunden vor allem mit dem Team von Gunhild, Carola und Ilse, zu dem auch ich inzwischen gehöre.
Ich bin gerne auf dem Hof. Auch meine Tiere sind inzwischen hierher umgezogen: mein Mischlingshund Jack und der Haflinger Andi, beide fünfzehn Jahre alt. Mir gefällt die Vielseitigkeit der Arbeiten in und mit der Natur. Wer auch immer dazu stößt: Die Arbeiten werden in Ruhe, entspannt und gemeinsam verrichtet. In den letzten acht Monaten, in denen ich hier intensiv mitgewirkt habe, habe ich viele interessante Menschen kennen gelernt und schöne gemeinsame Stunden erlebt. Auch meine beiden jüngsten Kinder, Elisa 6 Jahre und Viktoria 9 Jahre, kommen sehr gerne hier her und sind herzlich willkommen.