Zentrum Astarte • der Garten

Einen Garten im Zentrum Astarte begrĂĽnden

Der Garten im Zentrum Astarte 

Das Grundstück des Zentrums umfasst 2,6 ha Land, das sind neben dem Wirtschaftsgebäude und der Scheune Heuwiese, Pferdeweide mit Stallung und eine große Gartenwiese mit einigen alten Obstbäumen, Sträuchern und Blumenbeeten, ein Fleckchen Erde, wo die Menschen mit ihren Tieren so leben können, dass sie die Natur und damit auch das Lebenssystem unseres Planeten schonen und fördern können. Hat man erst einmal eine Weile an diesem Platz verbracht, so spürt man: hier schenkt uns die Erde großen Reichtum. Es ist verlockend, diese Erde zu kultivieren –das bedeutet vom Wortsinn her sowohl pflegen wie auch verehren. Was man unwillkürlich tut, ist Wahrnehmen und Beobachten: Schauen, was früher schon entstanden ist, nach der Beschaffenheit des Bodens fragen, nach Wind und Wetter, nach Wachstumsprozessen der Pflanzen, um so das Zusammenspiel von Himmel und Erde, von Mensch, Pflanze und Tier zu erkunden.

Die Heuwiese wird nicht gedüngt, um möglichst vielen einheimischen Blumen und Kräutern Raum zu geben und die Lebensgrundlage für die unterschiedlichsten Insekten zu erhalten. Die Kräuterbeete unterstützen dieses Anliegen.

Inzwischen haben wir Wildpflanzen und Kräuter auch für den eigenen Bedarf entdeckt: Gleich im Frühjahr gibt es, spätestens zum Mithilfetag, eine Brennnessel-Giersch-Suppe oder Sauerampfer- und Löwenzahnblättchen im Salat. Beinwelltinktur gehört zu Erste-Hilfe-Maßnahmen bei Prellungen und Verstauchungen, Johanniskraut-Öl beruhigt und hilft bei Sonnenbrand, Ringelblumensalbe heilt kleine Wunden sehr schnell. Und all die Teekreationen nicht zu vergessen! Es gibt es immer wieder Neues zu entdecken, in der Begegnung während gemeinsamen Tuns miteinander zu teilen und zu entwickeln.

Zusätzlich ist im Laufe der letzten Jahre in Zusammenarbeit mit einem Nachbarn ein GemĂĽsegarten gewachsen, auch da wird gelernt, experimentiert und schlieĂźlich mit groĂźer Freude geerntet. 

Reichen Segen bringt uns die Kompostwirtschaft: Der Mist der Pferde wird zu Mieten angehäuft, bisweilen mit grobem Unkraut gemischt, umgesetzt, genügend lange gelagert und als natürlicher kraftvoller Dünger den Beeten zugefügt. Auch Garten- und Küchenabfälle dienen dem Wiederaufbau der Erde. In allen Bereichen wird die EM-Technologie (Effektive Mikroorganismen) genutzt. Ob als Nahrungsergänzungsmittel für die Pferde, zur hygienischen Reinigung, zur Verhinderung von Schimmel und Fäulnis oder zur Belebung der Bodenbakterien. Neben der EM-Praxis werden noch weitere Gartenkonzepte genutzt: Die Ratschläge des Maria-Thun-Kalenders, das ist die Einbeziehung kosmischer Rhythmen, Kompost-Impfpräparate der Abtei Fulda, wechselnde Fruchtfolge unter Berücksichtigung der Permakultur und nicht zuletzt die Weisheit des Pflanzenlehrers Wolf-Dieter Storl.

 

Die tätigen Menschen erleben die Mitarbeit für sich als gesundend, sie verbinden sich neu mit dem lebendigen Kosmos, im „Sich-Erden“ erleben sie sich als Teil der Natur und werden eins mit dem Geist des Zentrums, d.h. sie werden Diener eines größeren Ganzen.